Wozu Social Media ins Unternehmen integrieren

Wozu Social Media ins Unternehmen integrieren?

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»Wozu Social Media ins Unternehmen integrieren?«

Unternehmen haben längst schon Social Media für ihr Business entdeckt. Fast alle sind auf irgendeiner »Social Media Plattform« irgendwie unterwegs. Oft wissen die Mitarbeiter davon offiziell nichts. Die Frage: »Wozu Social Media ins Unternehmen integrieren?« wird erst gar nicht in der Führungsetage gestellt.

Möglicherweise ändert sich das nach dem Lesen dieses Beitrags?

Dieser Beitrag möchte Verständnis erwecken, warum Social Media ins Unternehmen integriert und nicht als isolierte Abteilung geführt werden sollte.

Der Mensch kommuniziert von Natur aus gern. Die Sozialen Medien greifen dieses Urbedürfnis bereitwillig auf. Social Media ist Echtzeit-Dialog und Interaktion ohne Grenzen. Einhergehend mit der weltweiten Digitalisierung sind wir mitten in einer Epoche der elementaren Veränderung unseres Informations- und Kommunikationsverhaltens.

Soziale Medien werden täglich in unserer Gesellschaft immer wichtiger. Über 90 Prozent der Bevölkerung ab 16 Jahren ist auf irgendeiner Plattform täglich unterwegs. Früher rief man die Auskunft oder einen Bekannten an, suchte in Telefonbüchern nach Telefonnummern und in der Zeitung nach Stellenanzeigen. Heute schaut man aufs Smartphone.

Immer mehr Menschen suchen und bestellen online, tendenziell sogar von unterwegs. Mitarbeiter verteilen Nachrichten über Ihre Arbeitgeber und vergessen dabei oft, dass sie zum Beispiel bei Eintritt ins Unternehmen (vor Jahren) eine Geheimhaltungserklärung unterschrieben haben, die jetzt in der Personalakte liegt. Damals gab es möglicherweise noch nicht Instagram, Pinterest & Co. 

Social Media ist nicht nur ein einfacher Werbekanal, sondern in erster Linie Echtzeit-Dialog intern / extern mit der »Community«!

Jedes Unternehmen hat über die Jahre eine eigene Unternehmenskultur entwickelt. Erfolgreiche Unternehmer kommunizieren inzwischen nicht nur Ihre Ziele und Visionen, sondern beziehen möglichst alle Mitarbeiter als »Markenbotschafter« ein. Sie haben erkannt, dass Führungsstil, Unternehmenskultur und kommunizierte Rahmenbedingungen direkten Einfluss auf Ihren Erfolg haben.

Die Sozialen Medien gehören heutzutage immer mehr dazu. Eine übergreifende »Social Media Strategie« muss her. Ein zentraler Punkt ist hier das gegenseitige Vertrauen und ein uneingeschränktes Management-Commitment »TOP down«.

Die Mitarbeiter werden im Idealfall als »Markenbotschafter« (auch über Ihre Social Media Plattformen) eingebunden. Das Management organisiert die Risiken. Gewohnte Denk- und Verhaltensmuster sollten überprüft werden. 

Es ist an der Zeit, neue Regeln und Verantwortlichkeiten in »Social Media Guidelines« zu definieren und eine übergeordnete Social Media Governance zu entwickeln, weil Social Media nahezu alle Unternehmensbereiche tangiert und täglich publikumswirksam gelebt werden sollte.

»Wie Social Media ins Unternehmen integrieren?«

Wie bereits in der Einleitung erörtert, hat Social Media Einfluss auf viele Unternehmensabteilungen. Deshalb wird es in mittelständischen Unternehmen auch oft zur Chefsache erklärt und zentral organisiert.

Manche Firmen scheitern mit Social Media!

… meistens aus kulturellen und strukturellen Gründen!

»TOP-5-Themen. Social Media Integration«

Jedes Unternehmen hat eine individuelle Unternehmenskultur und – struktur. Diese gilt es bei der Umsetzung zu beachten.

Social Media geht über viele Abteilungen (GF, HR, Vertrieb, Service, Marketing, PR etc.)

Frage: Wo ist das Social Media Team aufgehängt im Unternehmen?

Social Media ist schnell, authentisch und ohne Grenzen (intern / öffentlich)! Es muss in die Ablauforganisation eingepasst werden und darf nicht isoliert betrachtet werden.

Fragen: Wie sehen die Prozesse, Workflows aus? Wer ist für was, wann zuständig.

Ob und wie die Unternehmenskultur und -struktur zu Social Media passt, muss jedes Unternehmen für sich klären.

Fragen: Ist das Unternehmen bereit für Soziale Medien? Sind die Mitarbeiter einbezogen? Möchten wir in Echtzeit-Dialog mit unseren zukünftigen Kunden kommen?

Unter »Governance« wird ein allgemein gültiges Steuerungs- und Regelungssystem im Sinn von Strukturen einer Organisation bezeichnet. Dies gilt auch für Social Media.

Fragen: Wer erstellt die »Social Media Governance»? Wie wird diese in die übergeordnete »Corporate Governance« integriert? Wie sieht die Rolle des »Social Media Managers« aus?

Ist die Entscheidung für Social Media gefallen und sind die Hausaufgaben (Punkt 1 – 4) gemacht, dann gilt es nun Social Media effizient einzuführen, um einen schnellen Return on Investment (ROI) zu erreichen.

Fragen: Wer ist verantwortlich für die Erstellung der zielgruppenspezifischen »Social Media Guidelines« unseres Unternehmens? Wer kreiert die Mitarbeiter-Schulungen und führt diese durch? Welche Mehrwerte werden intern / extern kommuniziert?

Die Verbreitung der Social Media Wirkung verteilt sich auf viele Köpfe.

In der Vergangenheit waren viele Unternehmen es gewohnt, dass es im Außenauftritt nur wenige autorisierte Unternehmensvertreter gab, die sich öffentlich zu Unternehmensbelangen äußerten.

Sicherlich ist auch richtig, dass jeder Mensch (Mitarbeiter) für seine Äußerungen (egal ob privat oder beruflich) verantwortlich ist und die Konsequenzen tragen muss.

Hier kann das Social Media Team sensibel machen und Mitarbeiter sinnvoll unterstützen, auch über die unternehmensinternen »Social Media Guidelines« hinaus an Sicherheit und Vertrauen zu gewinnen, um auch privat als »Markenbotschafter« für ihr Unternehmen unterwegs zu sein.

»Die 7 häufigsten Hemmnisse bei der Social Media Integration«

Sie kennen Ihr Unternehmen und Ihre Unternehmenskultur am besten und wissen, ob Social Media für Sie passt und eine Einfühung möglich ist. Hinderlich sind Glaubenssätze, wie:

  1. Wissen ist Macht!
  2. Bei uns entscheidet der Chef, was getan wird!
  3. Private Nutzung von Handys gibt es bei uns nicht während der Geschäftszeit!
  4. Mitarbeiter haben sich privat nicht zur Firma zu äußern!
  5. Die Außenkommunikation geht über unseren Pressesprecher!
  6. Das Internet ist der Tod unseres Geschäfts!
  7. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!

Das bedeutet nicht, das auf die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und auf die Einhaltung der Vertraulichkeit von Betriebsgeheimnissen nicht hingewiesen wird. Wichtig ist auch, dass die Folgen bei Nichtbeachtung aufgezeigt werden.


Hinweis: Im Web gibt es auch öffentliche Social Media Guidelines.

Die Praxis zeigt, dass die Social Media Guidelines keinesfalls langweilige Handbücher sein müssen, lassen Sie sich einfach mal von ein paar Großen inspirieren (Beispiele: DB-Mitarbeiter-Kompass Social MediaDeutsche Post DHL


Fazit

Sobald Sie sich entschieden haben, auf »Social Media Plattformen« mit einem Unternehmens-Account zu starten, sollten Sie sich erst intern strategisch mit allen relevanten Unternehmensbereichen abstimmen.

Werben Sie für Vertrauen. Informieren Sie, dass Social Media, wie bereits beschrieben, einen Einfluss auf fast alle Bereiche hat und fangen Sie an, erst Ihre Mitarbeiter und dann Ihre Community vom Mehrwert zu überzeugen.

Wahrscheinlich müssen Sie die Frage »Wozu Social Media ins Unternehmen integrieren?« dann nicht mehr stellen.

Idealerweise entwickeln sich Ihre Mitarbeiter dann zu authentischen »Markenbotschaftern«, die mit Ihrem Unternehmen neue Wege in eine entspannte Zukunft gehen und authentisch für neue Kunden und Mitarbeiter werben.

Schreiben Sie uns über das Kommentarfeld! Wie sind Ihre Erfahrungen mit der Einführung und Integration von Social Media in Ihrem Unternehmen?

Wo stehen Sie? Was hat Ihr Unternehmen perfekt gelöst? Erzählen Sie uns von den positiven Dingen im Sinne Ihres Unternehmens. Danke im Voraus.

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