Social Recruiting und Employer Branding. Einstieg

Social Recruiting und Employer Branding. Einstieg

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Soziale Medien werden täglich in unserer Gesellschaft immer wichtiger. Früher suchte man in Telefonbüchern nach Telefonnummern und in der Zeitung nach Stellenanzeigen. Viele Menschen suchen ihre Jobs nun online. Für die Personalbeschaffung und die Unternehmen wird es höchste Zeit umzudenken.

Was genau unter »Social Recruiting« und »Employer Branding« zu verstehen ist, definieren Unternehmen letztlich selbst. In jedem Fall sind sie aber abhängig von den Gesetzmäßigkeiten des »Social Web« und der Positionierung und Sichtbarkeit des Unternehmens im Markt (auch WEB).

Dieser Beitrag beschreibt Einstiegsmöglichkeiten und Chancen von «Social Recruiting« und »Employer Branding« für Arbeitgeber.

Letztlich wird auch thematisiert, welche Veränderungen sich für Personaler und Stellensuchende schon heute ergeben. 

»Was ist Employer Branding?«

»Employer Branding« ist die authentische Positionierung eines Unternehmens als lebendiger, emotionaler und attraktiver Arbeitgeber. Menschen mit Menschen für Menschen.

In Zeiten von »Social Networks« gilt auch für das »Employer Branding«: Das WEB ist in weiten Teilen ein »Soziales Netzwerk, gekennzeichnet durch eine »Many-to-Many« Kommunikation. Jeder kann mit jedem überall zu jeder Zeit auf vielen Foren in Kommunikation treten.

Die Dialog-Kommunikation hat die »Einbahnstraßen-Kommunikation« abgelöst!

Für authentische, ehrliche und transparente Unternehmen überwiegen die Chancen.

  • Reichweitenerhöhung durch viralen Effekt
  • Vertrauen in die Marke festigen
  • Netzwerk von Followern und Fans
  • Tagesaktuelle direkte Kommunikation
  • User-Helpdesks / Serviceleistungen 24/7

Content ist King!

»TOP-5-Tipps zur Vorgehensweise Employer Branding«

Analyse Bewerbungsgespräche, Umfragen, Messen etc.

Analyse von Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken (SWOT) unter Einbeziehung von Arbeitnehmern (intern) und Bewertungsportalen (extern)

SWOT-Analyse wie vor mit relevanten Wettbewerbern

Was bietet Ihr Unternehmen / der Wettbewerb Bewerbern, außer »Geld«?

Definition und Promotion im Web: USP, Image, Werte, Auftreten etc.

Die Zielsetzung von »Social Recruiting« und »Employer Branding« auf den Punkt gebracht ist stets die Gewinnung neuer Wunschkandidaten.

Conversion

Neue – und passende Mitarbeiter

Für das Social Recruiting gilt die gleiche Logik wie für Marketing und Vertrieb. Im Online-Kontext spricht man hier von »Conversion«. In Fall von Personal-Akquisition auf »Social Media« ist es die Umwandlung von Kontakten in Mitarbeiter.

Und genau das haben viele Unternehmen im sich wandelnden Arbeitsmarkt noch nicht verstanden. Sie schalten zwar »Ads« für neue Kunden, aber noch zu wenig für neue Mitarbeiter.


Wohlfühloasen
 

»Was ist Social Recruiting«?

Das WEB ist längst in weiten Teilen ein »Social Network« geworden, dominiert von Plattformen, die auf die Dialog-Kommunikation setzen und jeden Nutzer in die Lage versetzen, nach für ihn relevanten Information weltweit über Suchmaschinen zu suchen.

Unter »Social Recruiting« werden letztlich alle Maßnahmen zusammengefasst, die zur Personalbeschaffung auf sozialen Netzwerken dienen.

Arbeitgeber müssen berücksichtigen, das Stellensuchende hier nicht nur nach Jobs suchen, sondern auch nach Pressenachrichten und Bewertungen von ehemaligen und aktuellen Arbeitnehmern des Unternehmens.

Bisherige Spielregeln im »War of Talents« werden aktuell neu geschrieben. Transparenz, positives »Story-Telling« und tagesaktuelles »Teilen« von Informationen über Unternehmen und Menschen sind zum Standard geworden.

In vielen Branchen reden wir von einem »Bewerber-Markt« und nicht mehr von einem »Arbeitgeber-Markt«. 

Echtes Interesse am Bewerber zeigen!

Wohlfühloasen schaffen (digital und real)

Stichwort: Wertschätzung

Unternehmen müssen lernen, ihren Fokus nicht nur auf Ihre Arbeitnehmer zu legen, sondern auch auf »Bewerber« – Ihre zukünftigen Mitarbeiter.

3 TOP-Vorteile von Social Recruiting 

Mittel- und langfristiges »Employer Branding« macht sich im »Social Recruiting« direkt über eine attraktive Arbeitgebermarke bezahlt.

Bei den unter 30-Jährigen sind nahezu 92 Prozent online.

Kreativität schlägt Budget. Nicht nur große Unternehmen auch KMU können um die Talente konkurrieren.

3 Hauptformen von Social Recruiting

Möchte ein Unternehmen auf Social Media mit der digitalen Personalbeschaffung starten, hat es die Wahl zwischen drei Formen.

  1. Active Sourcing
    Kurzfristig: Proaktive Personalsuche und Direktansprache von Kandidaten auf den für das Unternehmen zielgruppenrelevanten »Social Media Plattformen«.
  2. Personalmarketing
    Kurz- und mittelfristig: Von passenden Kandidaten gefunden zu werden. Bedarfsgerechte Vermarktung von Arbeitsplätzen über z.B. »Ad-hoc-Stellenanzeigen« oder »Karriere-Webseiten« auf XING, LinkedIn und Facebook, aber zunehmend auch auf Instagram.
  3. Employer Branding
    Mittel- und langfristig: Nachhaltige Etablierung einer Arbeitgebermarke am Markt durch Imagebildung, exzellente Arbeitgeberbewertungen auf Bewertungsportalen wie kununu.de und Einbindung der eigenen Mitarbeiter auf den unternehmensrelevanten »Social Media Plattformen« und mehr.

Zahlen, Daten, Fakten zu Social Recruiting

Hier gibt es mittlerweile auch viele Erhebungen im Netz, z.B. Monster: Recruiting Trends 2019.

User / Jobsuchende in Deutschland nutzen mehrheitlich folgende Kanäle

  • Über 80 % nutzen Karriere-Website des Unternehmens
  • Über 70 % nutzen Stellenanzeigen auf Online-Jobbörsen
  • Über 40 % nutzen Xing-/LinkedIn-Unternehmens- oder Karriere-Seiten
  • Ca. 30 % nutzen Arbeitgeberbewertungsportale
  • Ca. 20 % nutzen Facebook-Unternehmens- oder Karriere-Seiten

Auch hier gilt: Organisch (ohne Einsatz von Werbebudget) geht nichts mehr.

Immer wichtiger wird auch, das potenzielle Bewerber sich von unterwegs möglichst barrierefrei mobil bewerben können.


Wo geht die Reise hin im Recruiting? – 5 aktuelle Trends

Viele Personaler fragen sich derzeit, was kann »Social Recruiting« für Unternehmen und Jobsuchende leisten?

Welche Auswirkungen haben neue Player, wie »Google for Jobs«? Wie werden sich Plattformen wie XING, LinkedIn, Kununu und andere in diesem sich nahezu monatlich verändernden Szenarium behaupten? Welche Strategie macht kurz-, mittel- und langfristig Sinn, um sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren?

  1. Unternehmen-Karriereseite ist nicht mit einem Klick erreichbar
  2. Bewerbung ist nur online möglich
  3. Bewerbung ist nur mit Login möglich
  4. Ablauf des Bewerbungsprozesses ist nicht transparent
  5. Absagefloskeln per Autopilot / Kein Feedback
  6. Marketing-Stellenausschreibungen (ohne echte Stellen dahinter)
  7. Personaler sind unvorbereitet im Vorstellungsgespräch

Sie sind auf Stellensuche und bewerben sich online?

Teilen Sie uns gern über das Kommentarfeld Ihre Erfahrungen mit.

Sie sind Personaler?

Versuchen Sie sich einmal mobil von unterwegs auf eine Stellenanzeige Ihres Unternehmens zu bewerben. Teilen auch Sie uns gern über das Kommentarfeld Ihre Erfahrungen mit.


»Welche Tipps geben Personaler Ihrem Unternehmen?«

Wir wissen nicht, was Ihnen Ihr Personaler empfiehlt. 

Wir haben fünf Trends (ohne Wert auf Vollständigkeit und Garantie für Erfolg) herausgegriffen, die aktuell in der »Community« diskutiert werden und für viele in der Prioritätenliste oben stehen.

  • Erfolgsgeheimnis Nr. 1: Der Mensch steht im Mittelpunkt
    Echtes Interesse am Bewerber zeigen
  • »Recruiting-Bots«
    Automatisierte, digitale Frage-/Antworttools als FAQs oder auch schon mittels »KI-Software« (Künstlicher Intelligenz) programmiert, Erreichbarkeit 24/ im Netz.
  • Unternehmen-Karriereseiten
    Für das Social Recruiting gilt die gleiche Logik wie für Marketing und Vertrieb. Mitarbeiter wollen (müssen) umworben und gewonnen werden.
  • »Recruiting-Funnel«
    Aufbau eines digitalen Bewerberkanals auf den für das Unternehmen relevanten Social Media Plattformen. Kandidaten im Web am »point-of-recruiting« abholen. In der Zukunft Initiativ-Bewerbungen per Autopilot zu bekommen. Einen E-Mail-Verteiler »Wunschkandidaten« aufbauen.
  • »Google for Jobs«
    Werbung. »Google for Jobs« ist seit Anfang des Jahres auch in Deutschland verfügbar. Es ist keine weitere Jobbörse, sondern eine erweiterte Suchmöglichkeit für Bewerber und Arbeitgeber. Anzeigenschaltung gegen Geld ist möglich. 

Experten sind sich einig darin, dass auch der Personalbeschaffungsmarkt gerade große Veränderungen durch »Social Media« durchläuft. Strategien von gestern stehen auf dem Prüfstand. Viele neue Chancen ergeben sich. 

»Viele Menschen sind nicht geldorientiert«

Unternehmen tun gut daran, neue Antworten zu finden auf alte / neue Fragen wie:
  • Wo kommt mein Bewerber her?
  • Wo verliere ich Bewerber?
  • Wie ist die Passgenauigkeit zur ausgeschriebenen Stelle?
  • Wie sieht mein Bewerber-Tracking aus?
  • Ist für mich ein Mitarbeiter-Empfehlungsprogramm sinnvoll, etc.?

Fazit

Social Recruiting und Employer Branding ist auch ein Einstieg in neue Chancen, einfach über die schon bestehende Vernetzung auf den Social Media Plattformen, das gegenseitige Interesse von Personen und Unternehmen durch den digitalen Dialog aufrecht zu erhalten.

Idealerweise führen die Wege dann in der Zukunft zusammen oder es werden Empfehlungen ausgesprochen, die zu neuen Mitarbeitern führen.

Schreiben Sie uns gern und kommunizieren Sie hier Ihre Erfahrungen mit uns über das Kommentarformular.

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