Social Media Plattformen im Kurzüberblick. Teil 2

Social Media Plattformen im Kurzüberblick. Teil 1

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Welche Social Media Plattformen gibt es?

Social Media Plattformen schießen nahezu monatlich wie Pilze aus dem Boden. Selbst Social Media Profis fällt es schwer, dort den Überblick zu behalten. Helfen kann hier das »Social Media Prisma von Ethority«*. In diesem Beitrag möchte ich zusätzlich ein wenig Orientierung für Social Media interessierte Leser geben, privat und im Business.

*Technischer Hinweis: Der Link zum Prisma ist aktuell nicht erreichbar. Wenn Sie diese Zeilen lesen möglicherweise schon wieder. Wenn nein, über Google suchen und Sie finden das Prisma noch im Netz. (Letzte Kontrolle 16.10.2019)

Bei der Auswahl einer geeigneten Plattform sollten möglichst immer strategische Überlegungen vorausgehen!

Vielleicht ist auch für den ein oder anderen Experten von Ihnen noch etwas Neuland zu entdecken – oder freundlicherweise über das Kommentarfeld zu ergänzen. 

In diesem Beitrag «Teil 1« finden Sie einen Kurzüberblick über die relevanten Plattformen in Deutschland, Grundlagen zu Social Networks und allgemeine Tipps zu den Plattformen Facebook und Instagram.

»Social Media Prisma von Ethority«

Das »Social Media Prisma von Ethority«* dient als Orientierung für Experten und alle, die sich die Frage beantworten möchten: «Welche Plattform ist für mich sinnvoll?«

Social-Media-Prisma von Ethority, Infos siehe auch https://ethority.de/social-media-prisma/
Social-Media-Prisma von Ethority, Infos siehe auch https://ethority.de/social-media-prisma/*

Was ist ein Social Network?

Wenn wir von Social Networks reden, sind in der Regel die Social-Network-Plattformen gemeint. Also in erster Linie Facebook als absolute Nr. 1 weltweit. Aber auch Instagram, Twitter und Co. Wenn wir an Videos denken, natürlich die Sharing-Plattformen YouTube und Vimeo. Im Businessbereich führend in Deutschland sind XING zu nennen, gefolgt von LinkedIn. 

Weltweit gesehen gibt es Sondersituationen in Asien oder im Ostblock (Facebook & Co. sind nicht erreichbar), so zum Beispiel in China mit dem führenden Social Network »QZone«.

Viele Begrifflichkeiten im Social Media Kontext sind erst in den letzten Jahren entstanden und werden selbst von Experten nicht sauber getrennt.

Was unterscheiden »Social Media« und »Social Networking«

Mit »Social Media« sind die bereitgestellten Technologien und Medien gemeint, während »Social Networking« die Aktivitäten der Mitglieder (»Community«) in den sozialen Netzwerken darstellt.

Der Konsument hört heute nicht mehr einfach nur zu. Er möchte sich »teilen«, mit anderen zu jeder Zeit an jedem Ort austauschen – mitteilen. Immer mehr sehen dies auch als eine Verdienstmöglichkeit an. 

Das »Kleine-Welt-Phänomen«

Es gibt verschieden Netzwerk-Theorien, die das Phänomen der Reichweite und Effektivität des »www« und auch der sozialen Netzwerke erklären möchten. 

Eines davon ist das sogenannte »Small World Phenomenon« des Harvard-Professors Stanley MILGRAM, zu Deutsch: »Kleine-Welt-Phänomen«. Es besagt im übertragenen Sinn, dass wir Menschen alle über »Sechs-Ecken« miteinander vernetzt sind und wenn wir wollen, uns austauschen und vernetzen können.

Menschen neigen eher dazu sich auszutauschen. Ausnahmen bestätigen die Regel. Menschen wollen sich informieren, auf dem Laufenden bleiben, irgendwo zugehören und haben auch oft das Bedürfnis nach Sicherheit in Gesellschaft Gleichgesinnter.

Menschen möchten in Zeiten von «Social Media« Beziehungen knüpfen, nicht nur analog, sondern auch digital. Zwischenzeitlich sind schon viele Ehen und Familien daraus entstanden, jährlich mehr und mehr.

Kaum einer kann sich dem Sog entziehen. Viele wollen es auch nicht, sehen es als eine Bereicherung ihres Lebens und Ihres Verständnisses von Kommunikation und Lifestyle an.

https://datareportal.com/reports/digital-2019-germany
https://datareportal.com/reports/digital-2019-germany

Zahlen, Daten und Fakten

Jährlich gibt es weltweite Erhebungen in Zahlen, Daten und Fakten zu Entwicklungen auf unserem Planeten, um diese besser zu erfassen und möglicherweise auch zu verstehen. So auch zu »Mobil, Internet und Social Media« Nutzungsverhalten von Menschen weltweit und für viele Länder

Hier folgen auszugsweise ein paar Zahlen für Deutschland, Stand 01/2019
(Quelle: »datareportal Report Germany 2019«)

  • 82,37 Millionen Gesamtbevölkerung 
  • 107,8 Millionen Mobilgeräte im Gebrauch (131 %)
  • 79,13 Millionen Internet Nutzer (96 %)
  • 38 Millionen Social Media Nutzer (46 %)
    (Facebook, Instagram, YouTube, WhatsApp, XING und Co)
  • 30 Millionen Mobil Social Media Nutzer (36 %)

Nutzungsgründe für Social Media«

Social Media sind längst erwachsen geworden. Jeder kann sie nutzen, um Beiträge zu veröffentlichen, Gastbeiträge zu liefern, Kommentare zu geben. Viele glauben, dass dies anonym möglich ist. Das ist aber ein Irrtum. Rechtsverstöße werden mittlerweile auch hier energisch verfolgt. 

Jeder ist verantwortlich für sich selbst und seine Inhalte. Man spricht hier von »Content«, insbesondere im geschäftlichen Umfeld.

Nutzungsgründe können sein:

Auszug aus Quelle: »Social Media Management im Überblick«

  • 70 % Austausch mit Freunden
  • 30 % Information über Marken, Produkte und Schnäppchen
  • 20 % Marken, Influencern folgen
  • 35 % Neue Freunde und Lebenspartner finden
  • 10 % Neuen Job finden
  • 35 % Nachrichten aus der Welt verfolgen

Erscheinungsformen von Social Media Plattformen

Nutzerzahlen belegen, das nicht alle nur auf Facebook und Instagram sind. Unternehmen, aber auch private Nutzer, gehen hier durchaus selektiv vor und entscheiden nach eigenem Interesse.

Grob unterschieden werden:

  • Social Netzwerk Plattformen
    Community-Netzwerke, z.b. Facebook, Instagram, Xing, LinkedIn, WhatsApp
  • Social Bookmarking
    Registrierte Nutzer können hier Links speichern (z.B. Redaktionen)
  • Weblogs
    Reine Blogs zu Fachthemen, Online-Tagebücher, Vereine
  • Social Sharing Plattformen
    Plattformen zum Teilen, z.B. YouTube

Grundsatzfragen vor der Nutzung von Social Network

Welche persönlichen Ziele verfolgen Sie für sich / Ihr Unternehmen?

  • Wer ist Ihre Zielgruppe?
    Alter, Geschlecht, Sozialstand
  • Wen wollen Sie erreichen?
    Kunden, Neu-Interessenten, private Kontakte
  • Was wollen Sie erreichen?
    Marke, Verkaufen, Reichweite, Fans
  • Welche Ressourcen stehen Ihnen zur Verfügung?
    Personal, Zeit, Know-how
  • Wie hoch ist Ihr Budget?
    Ohne Budget ist unternehmerischer Erfolg kaum möglich!

TOP-Plattformen in Deutschland

  • Facebook
  • Instagram
  • XING
  • LinkedIn
  • WhatsApp
  • Twitter

Die Social Media Welt ist ein blaues Facebook-Meer.

Facebook »Allgemeine Tipps«

Die meisten Nutzer haben einen kostenfreien Account und wollen nichts kaufen oder verkaufen! Sie sind auf Facebook unterwegs, weil Sie sich austauschen wollen, Informationen zu Events suchen und Marken folgen wollen, die ihnen gefallen. Viele veröffentlichen ihre »Posts« (Beiträge) kostenfrei aus reiner Lust am Austausch mit Gleichgesinnten. 

Facebook ist keine Verkaufsplattform!

Den »organischen Beiträgen« (kostenfrei) stehen die »bezahlen Beiträge« gegenüber. Letztere haben das Ziel, in den «News Feed« der Zielgruppe höher zu rücken, um sich attraktiv und interessant zu präsentieren. Ob das dann auch so ist, entscheiden wiederum die User (über den Facebook Algorithmus gesteuert).

Daneben sind natürlich viele Unternehmen online mit ihren »FanPages«, Unternehmensseiten, die die potenziellen Käufer mit relevanten und interessanten Infos versorgen sollen. Ziel: Interessenten werden zu Followern – zu Fans – zu Kunden. Nachhaltiger Erfolg geht auch hier nur über »Ads« (Werbeanzeigen), die sich über den «Werbeanzeigenmanager» und idealerweise über die professionelle Beratung von externen Dienstleistern effizient und zielgruppenorientiert lokal einsetzen lassen.

In Deutschland gibt es aktuell etwa 34 Millionen aktive Nutzer, weltweit sind es bereits über 2,5 Milliarden Menschen, davon ca. 90 % mobil. Jede Sekunde kommen immer noch fünf neue Profile weltweit dazu.

Wichtig für Facebook bleibt, dass für alle Nutzer eine WIN-WIN-Situation entsteht.

In der Zukunft wird sich das Angebot noch erheblich ausweiten. Die Community möchte immer mehr All-In-One-Komfort. Wenn ein interessantes Event entdeckt wird, möchte man auch direkt die Karten für das Konzert, Fußballspiel oder mehr bestellen und bezahlen können, ähnlich wie auf Eventim oder Amazon. 

Deutschland hinkt hier noch hinterher. In den USA und anderswo in Europa geht schon deutlich mehr.

Instagram »Allgemeine Tipps«

Viele in Deutschland haben Instagram (Inhaber: Facebook) noch nicht auf dem Zettel. Weltweit ist es das zweitgrößte Social Network. Es zählt sich zu den mobilbasierten Netzwerken, ist ausschließlich über Smartphones bedienbar und dient zum Teilen von visuellen Inhalten. Instagram will immer mehr Elemente von »TikTok« einfließen lassen, um das Teilen von Bildern und Videos in Zukunft noch spannender zu gestalten.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Fred R. Barnard

Erst ab 10.000 Followern ist es möglich Links einzubauen. Videos sind mit einem Zeitlimit von 60 Sekunden abzudrehen. 90 % der Nutzer sind jünger als 35 Jahre und die Stories werden als visuelle Botschaft über Bilder erzählt. Interaktionen erfolgen in der Regel sofort, originär und spontan. Instagram will »Live-Posts«. Ohne Smartphone ist eine Nutzung dieser Plattform nicht möglich.

Instagram bietet Nutzern die Möglichkeit, einen Account kostenlos zu eröffnen und Inhalte einzustellen, die 24 Stunden später automatisch verschwinden. Es gibt viele Extra-Features, um Fotos, Video-Clips am Handy zu bearbeiten

In Deutschland gibt es aktuell etwa 17 Millionen aktive Nutzer, weltweit sind es bereits über 1 Milliarde Menschen. Interaktionen erfolgen auf dieser Plattform häufiger als auf anderen Social Networks.

Insbesondere Influencer nutzen die Plattform, um Ihre Botschaften sofort an die Zielgruppe zu posten. Zu den TOP-Performern gehören auch viele Sportler, insbesondere Welt-Fußballer, sowie Schauspieler und Musiker.

Immer mehr Unternehmen, auch in Deutschland, verschaffen Instagram zu weiterem rasantem Wachstum. Jeder beliebige Beitrag kann mit »Ads« zielgruppenorientiert beworben und analysiert werden. Der »ROI« (Return on Invest) ist deutlich besser zu ermitteln als in vielen anderen Medienkanälen.

Fazit

Auch hier gilt, wie schon für Facebook und Instagram: Social Media Plattformen sind omnipräsent – privat und geschäftlich. 

Meine Empfehlung an Sie: Entscheiden Sie bewusst selbst, wo, wie und vor allem wann Sie »ON« sind.

Social Media Plattformen im Kurzüberblick. Teil 2

Wenn es für Sie spannend und interessant ist, schreiben Sie mir gerne, was Sie sonst noch zum Themenkomplex Social Media interessiert. Möglicherweise möchten Sie auch etwas ergänzen und sich mit anderen hier im Blog austauschen.

In jedem Fall können Sie sich auf weitere Infos zu XING, LinkedIn, WhatsApp und Twitter in Kürze im Teil 2 freuen. 

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