Social Media Management im Überblick

Social Media Management im Kurzüberblick

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Was sind Social Media?

Begonnen hat alles 2001 mit Wikipedia. XING (früher OpenBC) startete 2003 in Deutschland. 2004 folgte dann Facebook und viele andere mehr. Gleichzeitig fingen die ersten Unternehmen auch über ein nachhaltiges Social Media Management nachzudenken.

In Deutschland sind Social Media vor ca. 10 Jahren angekommen. Seit dieser Zeit schalten Unternehmen Werbung und präsentieren sich. Davor war es eher als Spielwiese für Nerds, Studenten und Leute, die sonst nichts Besseres mit Ihrer Freizeit anfangen können, eingestuft worden.

Social Media werden auch die »Neuen Medien« genannt. Viele haben Angst davor. Das Thema Datenschutz wird heiß in Deutschland, aber auch europaweit und mittlerweile auch in Teilen weltweit diskutiert. Es gibt keine wirklichen Standards, an die alle rechtlich gebunden sind. Auch das Arbeitsrecht spielt mittlerweile eine große Rolle.

Die »neue Disziplin« Social Media

Social Media sind zu den klassischen Kommunikationswegen hinzugekommen:

  • Massenkommunikation
    Zeitung, Website, Radio, TV …
  • Persönliche Kommunikation
    E-Mail, Telefon, …
  • Social Media Kommunikation
    Soziale Medien, Social Media Plattformen

Social Media sind nicht »GRATIS«, aber im Vergleich zu vielen anderen Medien relativ kostengünstig. Das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt und es birgt ganz viele Chancen für mehr Reichweite und Präsenz, wenn man es gezielt angeht.

Der Konsument hört heute nicht mehr einfach nur zu!

Der Konsument hört heute nicht mehr einfach nur zu. Er möchte sich »teilen«, mit anderen zu jeder Zeit an jedem Ort austauschen – mitteilen. Immer mehr sehen dies auch als eine Verdienstmöglichkeit an.

Unternehmen können sich dem nicht mehr entziehen. Gerade kleinere und mittlere Firmen haben hier ein enormes Marktpotenzial. Früher konnten viele nur regionales Geschäft machen, heute überregional bis hin zu weltweit, wenn wir an das ONLINE- Geschäft denken.

Viele Global-Player sind durch Social Media erst entstanden. Nicht zuletzt Amazon, Ebay, PayPal, Google und viele andere mehr. Die größten und erfolgreichsten Firmen der Welt sind heute Online-Plattformen.

Warum funktioniert Social Media?

Nutzer vertrauen Social Media, weil:

  • Andere Nutzer Weiterempfehlungen geben
  • Transparenz entsteht
  • Dialog möglich ist
  • Emotionen gepostet werden
  • Es überall verfügbar durch »Mobiles« ist

Zahlen, Daten und Fakten

Durch Suchmaschinen wie Bing oder Google finden Sie schnell Zahlen, Daten und Fakten zur Online- und Social Media-Nutzung.

Hier folgen auszugsweise ein paar Zahlen für Deutschland, ohne den Anspruch auf Vollständigkeit und aktuelle Richtigkeit gewährleisten zu können.

  • 90 % der Deutschen sind online
  • 30 % der Deutschen gehen täglich ins Internet
    (morgens im Bus zur Arbeit sind es auch gefühlte 90 %)
  • 9 von 10 Internet-Nutzer sind auf Facebook, YouTube, WhatsApp, Instagram und Co unterwegs, um nur die Meistgenutzten zu erwähnen.
  • Auch die über 40-jährigen nutzen das Internet zu über 90 %

Social Media sind »IN«

Die Nutzung geht also quer durch alle Altersschichten und erfasst nahezu jeden. Das Ganze wirkt wie ein Gruppenzwang. Wer mitmacht ist »IN«. All anderen sind »OUT« und können nicht mitspielen.

Nutzungsgründe für Social Media

Social Media sind längst erwachsen geworden. Jeder kann sie nutzen, um Beiträge zu veröffentlichen, Gastbeiträge zu liefern, Kommentare zu geben. Viele glauben, dass dies anonym möglich ist. Das ist aber ein Irrtum und auch die Kriminalpolizei wird dort tätig, wenn es erforderlich wird im Zusammenhang mit Mobbing oder noch ganz anderen Delikten.

Jeder ist verantwortlich für sich selbst und seine Inhalte. Man spricht hier von »Content«, insbesondere im geschäftlichen Umfeld.

Nutzungsgründe können sein:

  • 70 % Austausch mit Freunden
  • 30 % Information über Marken, Produkte und Schnäppchen
  • 20 % Marken, Influencern folgen
  • 35 % Neue Freunde und Lebenspartner finden
  • 10 % Neuen Job finden
  • 35 % Nachrichten aus der Welt verfolgen

Social Media Management in Unternehmen

Vorab: Deutschland hängt international hinterher.

Und dennoch, über 90 % der Unternehmen in Deutschland nutzen teilweise Social Media für die interne und externe Kommunikation. Vor allem die Dienstleistungsbranche (ca. 80 %) ist stark vertreten. Das Handwerk hinkt eher hinter her, aber auch der Handel  (ca. 70 %) ist schon stark engagiert.

Die Verwendung wird immer professioneller, aber eine echte Strategie fehlt doch noch überwiegend, selbst bei großen Firmen.

Viele haben immer noch aufgrund der vielen rechtlichen Unsicherheiten Angst vor Social Media und bleiben außen vor, um nicht abgemahnt werden zu können.

Social Media »Goverment«

Beim Start in Social Media ist es für Unternehmen wichtig, sich ein Regelwerk zu erstellen, um Chancen zu nutzen und Risiken zu vermeiden. Hier spricht man von einem »Social Media Goverment«. Hierzu ist es ratsam, einen Fachmann hinzuzuziehen. Neben einem Fachanwalt ist ein »Social Media Manager« zu empfehlen. Je nach Unternehmensgröße empfiehlt es sich, diesen fest anzustellen, um im Tagesgeschäft handlungsfähig zu sein.

Social Media »Chancen und Vorteile«

  • Hohe Nutzerzahlen
  • Erhöhung des Bekanntheitsgrades (»viraler Effekt«)
  • 24/7 Echtzeit-Kommunikation und Austausch
  • Die eigene Website wird gesehen

Social Media Management »Anwendungsfelder«

  • Social Schulungen, Ausbildung und Wissenstransfer
  • Social Innovationsmanagement
  • Social Media Recruiting

Social Media »Risiken«

Social Media Management »Herausforderungen«

Große Unternehmen haben eher Angst vor Shitstorms und scheuen sich davor mit dem Betriebsrat in langwierige und fortdauernde Gespräche einzusteigen. Die eigene IT-Compliance ist auch oft hinderlich. Auf der anderen Seite herrscht der Druck des Markts: Für Große gilt mittlerweile ein »Muss« für Social Media Präsenz.

Kleinen Unternehmen fehlt es oft am Budget. Es gibt hausintern kein Fachpersonal. Überhaupt sind die ganze Infrastruktur und auch die Personalkapazität nicht vorhanden. Und dann gibt es auch immer noch sehr stark die typischen beiden Fragen im Mittelstand: »Brauche ich das?« und »Was bringt mir das?«

Für beide gilt: Ohne einen kompetenten »Social Media Manager« an Bord zu haben, ist es fast hoffnungslos eine professionelle Konzeption und Planung zu erstellen, umzusetzen und die Ergebnisse im Sinne des Unternehmens zu überwachen und immer wieder neu strategisch zu justieren.

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Aufgaben eines Social Media Managers

Im Wesentlichen gibt es drei strategische Aufgabenfelder, die vom Social Media Manager oder ganzen Teams zu leisten sind:

  • Konzeption & Strategie
  • Umsetzung & Steuerung
  • Controlling & Korrektur

Wichtig ist die Einbindung in die gesamte Organisation mit Geschäftsleitung, PR, Vertrieb, Marketing, Service, HR und Betriebsrat. 

Ziele werden definiert, Kennzahlen (KPI´s) gemeinsam entwickelt und letztlich wird die Zielerreichung permanent überprüft, ggf. neu ausgerichtet oder Ressourcen werden anders eingesetzt.

Oft fungiert das Social Media Team als Schnittstelle zu vielen Fachbereichen und unterstützt auch Mitarbeiter in ihrem privaten Umgang mit den sozialen Medien. In größeren Unternehmen ist es empfehlenswert, eine »Social Media Guideline« zu erstellen und diese im Intranet für alle jederzeit zur Verfügung zu stellen.

Der Social Media Manager ist nicht zuletzt immer auch in der »Sandwich-Position« zwischen Unternehmen und Kunden. 

Nachhaltig planende und agierende Unternehmen tun gut daran, die Position im Unternehmen zu besetzen und gemeinsam zu lernen, wie der Erfolg ausgebaut werden kann. Der virale Effekt ist ein enormer Hebel für überproportionalen Erfolg in kürzester Zeit die Umsätze zu erhöhen und in der Zukunft für neue Mitarbeiter und Wachstum des eigenen Unternehmens attraktiv zu bleiben.

Fazit

Noch funktioniert das Geschäft für viele Unternehmen auch ohne Social Media sehr gut, weil die Konjunktur boomt. Ob das morgen noch der Fall sein wird, ist eher unwahrscheinlich.

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